Dr. Fabian Fahl, klimapolitischer Sprecher für Die Linke im Bundestag, erklärt anlässlich der Lage einiger Flüsse in Deutschland:
„Angesichts der dramatischen Niedrigwasser-Lage im Rhein habe ich die Bundesregierung gefragt, ob diese eine erneute Überprüfung geplanten Wasserentnahme durch RWE zur Flutung der Tagebaue vornimmt. Die Regierung wird allerdings nicht aktiv werden, sie verwies lediglich auf einen bestehenden Beschluss.
Weiter fragte ich, ob die Bundesregierung bundesweit einheitliche Vorgaben zur Registrierung und Meldung aller Wasserentnahmen aus Grundwasser und Fließgewässern im Wasserhaushaltsgesetz verankern will. Auch hier plant die Regierung nichts, es wurde nur auf die nationale Wasserstrategie von 2023 hingewiesen, bei der völlig unklar ist, wann sie umgesetzt wird. Dieser Art von Unverantwortlichkeit möchte man kaum glauben, ist aber genau das, was ich fast täglich im Parlament erlebe.
Das Niedrigwasser im Rhein ist eine Folge des Klimawandels und damit Folge davon, dass in Profit zu Lasten der Umwelt gemacht wird. Jahrelang wurden Ufer zubetoniert und Wasserversorgung ans Marktinteresse gehängt, jetzt stehen Lieferketten still. Es war erwartbar, dass Deutschlands Flüsse austrocknen. Wasserknappheit lässt sich verhindern, aber nicht, indem man den Leuten rät, sich mit Waschlappen zu waschen, sondern durch klare Regeln für die Industrie. Wasser gehört in öffentliche Hand, die Nutzung muss transparent und gerecht geregelt werden und die Konzerne, die am meisten verbrauchen, müssen auch die Verantwortung tragen.“
Geograph Dr. Fabian Fahl aus Aachen ist Mitglied des Bundestags seit 2025 und Klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke.
