Überfischung, Verschmutzung durch Plastikmüll, Chemikalien allgemein, Übersäuerung, erhebliche Temperaturanstiege – das alles reicht nicht aus. Die Bundesregierung möchte nun unsere Meere ganz explizit zur Müllkippe der Fossillobby machen. Als wären die Probleme für die Meere nicht groß genug, kommt nun die CO₂-Offshore-Speicherung.
Es spricht vieles gegen die Gesetzesvorlage und eigentlich nichts dafür. Die Idee ist ökologisch Unsinn und unwirtschaftlich. Zum einen geht es um eine risikobelastete, unterforschte Technologie. Zum anderen wollen Reiche und Co., dass Bürger*innen die Milliardenprofite von Unternehmen querfinanzieren.
Konservativ wäre übrigens, sich an das europäische Vorsorgeprinzip zu halten: unsere Meere zu schützen, statt Profiten zu opfern. Stattdessen fließen Klimaschutzgelder in den fossilen Kapitalismus. Das ist die Folge des Kuschelns zwischen Konzernen und Politik, wo dann Menschen und Grundgesetz keine Rolle mehr spielen. Aktienkonzerne müssen neue Geldquellen erschließen. Hohe Renditen gibt es aber vor allem, wenn man die Kosten auf andere abwälzt.
Das Ganze soll dazu dienen, „effektiv die Emission von Treibhausgasen zu begrenzen“. Mehr Müllkippen sind aber kein Anreiz, weniger Müll zu produzieren. Die künstliche Speicherung von CO₂ lohnt sich nur, wenn CO₂ aus neuen, noch zu bauenden Gaskraftwerken eingespeist wird. Das dient ausschließlich der Subventionierung fossiler Konzerne und wird richtig teuer.
Wir machen Vorschläge, wie es naturverträglich geht – wissenschaftlich fundiert und gemeinwohlorientiert. Die natürliche Speicherung von CO₂ ist möglich. Den Transport müssen wir aufs absolut Notwendigste beschränken. Es ist eigentlich bekannt, dass Gas schnell mal entweicht. 1,5 Grad sind bereits bittere Realität; aber die Bundesregierung gibt noch Gas.
