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Kommen Sie zurück in die Realität und fördern Sie Forschung!

»Eene meene mei, Kartoffelbrei mein Flugzeug sei.« – Magie ist ein nachhaltiger Treibstoff, weil er unendlich verfügbar ist und keinerlei Schadstoffe ausstößt. Das Anliegen, nachhaltig zu fliegen, teilen wahrscheinlich alle hier im Saal, die keine irrationalen Ängste vor Ausländern haben. Nachhaltiges Fliegen wäre ein Traum. Dazu würden nachhaltige Flughäfen und Infrastruktur genauso gehören wie das nachhaltige Bauen von Flugzeugen. Im Gegensatz zu einem Besen bestehen Flugzeuge allerdings nicht aus nachwachsendem Holz.

Vielleicht wären die Flugtaxis aus Merzbrück tatsächlich weniger lächerlich, wenn zumindest der Kraftstoff nicht fossil wäre. Und wenn wir von besseren Kraftstoffen sprechen: Womit sollen eigentlich die 35 neuen Kampfjets fliegen? Die letzte Auslieferung ist für 2029 geplant, bei Nutzungszeiten von 30 bis 40 Jahren. Sollen die ab 2045 rumstehen, oder planen Sie etwa so riskante Einsätze, dass bis zur versprochenen Klimaneutralität keiner übrig bleibt? Ach so, stimmt. Sie sorgen einfach dafür, dass sie in keiner Statistik zu Emissionen auftauchen. Hexerei!

Wir reden über nachhaltiges Fliegen, aber wann reden wir endlich über Geisterflüge, darüber, Treibstoff für den Rückflug mitzunehmen, über Inlandsflüge und über Kerosinsteuern? Ich kann Ihnen für Europa eine ganz tolle klimafreundliche Technologie empfehlen: Funktioniert mit Schienen und Strom, und es passen mehr Menschen rein als in Flugzeuge. Na? Setzen Sie sich endlich für den Hochlauf des europäischen Eisenbahnnetzes ein, auch zum Blocksberg!

Wir sind hier nicht im Hörspiel. Bitte verlassen Sie Neustadt, und kommen Sie zurück in die Realität, und versuchen Sie nicht die Ausweitung des Überwachungsstaats durch die Wohnungstür. Fördern Sie Forschung, passen Sie Gesetze an EU-Richtlinien an, sorgen Sie auch für die entsprechende Durchsetzung, aber hören Sie bitte auf, so zu tun, als läge Ihnen der Planet am Herzen. Denn dafür bräuchte es Klimaschutz radikal, sozial.

Rede zur zweiten und dritten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes.

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Geograph Dr. Fabian Fahl aus Aachen ist Mitglied des Bundestags seit 2025 und Klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke.